Leseempfehlung "Access" von Jeremy Rifkin

15.06.2018

Text: Samuel Ginglseder 

Jeremy Rifkin hat mit diesem Buch seinen Weitblick unter Beweis gestellt. Bereits im Jahr 2000 hat er beschrieben, wie das Eigentum an Bedeutung verlieren wird. Er hat erkannt, dass Eigentum eine zu langsame Institution ist, wenn die Welt immer schnelllebiger wird.

Die folgende Aussage von ihm bringt es auf den Punkt: "In einer Ökonomie, deren einzige Konstante der Wandel ist, macht es wenig Sinn, bleibende Werte anzuhäufen." Wenn das kein Plädoyer für den Minimalismus ist.

Es geht vielmehr um den Zugang, die kurzfristige und begrenzte Nutzung.

Jeremy Rifkin beschreibt wie sich das Kerngeschäft der Unternehmen verändern wird. Weg von Industriegütern hin zur Vermarktung von Erlebnissen und Erfahrungen.

Darüber hinaus beschreibt er welchen Einfluss das auf die Gesellschaft haben wird.

Auf Seite 175 wurde ein altes Sprichwort abgedruckt, dass mir sehr gut gefällt. Es lautet: "Je mehr man besitzt, desto mehr wird man besessen." Nicht umsonst heißt es, dass Eigentum verpflichtet.

Danach geht es um die Veränderungen der Arbeit in einem solchen System. Seine Schlussfolgerungen erinnern an die Prognosen einiger berühmter Ökonomen.

Dieses Buch ist erstaunlich. Jeremy Rifkin hat mit seinen Einschätzungen ins Schwarze getroffen und beschreibt gleichzeitig die Auswirkungen. Von mir gibt es dafür eine absolute Leseempfehlung - auch wenn das Buch schon etwas älter ist.