Auto vs. Fahrrad

13.04.2018

Ein echtes Paradies für Radfahrer: Radschnellwege und Radbrücken. Mülleimer, die schräg aufgestellt werden und Trittbretter neben den Ampeln damit nicht abgestiegen werden muss. 

Vielleicht hast du schon erraten um welche Stadt es geht - genau, es ist Kopenhagen.

In der Zeitung "Die Zeit" vom 09.11.2017 auf der Seite 28 gab es nun wieder einen Artikel dazu und ein paar Inhalte möchte ich hier kommentieren.

Dänemark investiert in Maßnahmen, die Radfahren attraktiver machen und die Rechnung geht offensichtlich auf. Die Anzahl der Radfahrer steigt. Das bedeutet Kostenersparnis, Lebensqualität und Umweltschutz.Kåstrup von der Stadtverwaltung Kopenhagen bringt es in dem Artikel auf den Punkt: "Wie der Verkehr funktioniert, ist eine Folge von politischen Entscheidungen und kein Wunder."

Zu meinen Erfahrungen: Radwege, die Offroadcharakter haben und eine Belastung für Mensch und Material darstellen, die auch einfach mal im Nichts enden können.

Im Gegensatz zu dem Musterschüler Kopenhagen fühlt man sich oft eher als Verkehrsteilnehmer 2. Klasse oder gar als lästiges Ärgernis. Der Autoverzicht ist gerade im ländlichen Raum nicht einfach - die öffentlichen Verkehrsmittel fahren zwar tagsüber regelmäßig, aber nach 20:00 Uhr geht dann nicht mehr viel und auch Carsharing ist leider eher eingeschränkt verfügbar.

Welche Erfahrungen hast du gemacht? Geht es auch ohne ein eigenes Auto? Ich persönlich bin aktuell noch auf der Suche nach der idealen Lösung. Vielleicht eine private Carsharing-Variante?! 

Tipps:

In Seitenstraßen ist lt. Tests die Abgasbelastung deutlich verringert. Also besser nicht direkt die Hauptstraße sondern beispielsweise eine Parallelstraße nutzen.

Manchmal geht es einfach nicht mit dem Fahrrad. Dann bieten sich Mitfahrdienste, wie z. B. Flinc, BlaBlaCar und BeepMe, an. Wenn das nicht funktioniert gibt es noch CarSharing, Nahverkehr und Mietwagenangebote.

Aktuell:

Die Zeit Nr. 47/2017: Megacity am Anschlag - Dehli versinkt im Smog: Wieso wir auf die Ursachen schauen sollten.

Eine Problemursache wird sehr treffend auf den Punkt gebracht: "Der Fetisch der individuellen Mobilität erweist sich als ökologisch untragbar, so wie viele andere Konsumansprüche auch. In Delhi machen der Nebel und die Windstille nun krasser als anderswo sichtbar, dass solch ein Lebensstil auf Dauer nicht funktionieren wird, am wenigsten in Megacitys."

Öffentlicher Nahverkehr und die passende Stadtplanung können frühzeitig die Weichen stellen. Und das Radfahren ist ohnehin die ökologischste Variante.  

Was habe ich davon?

Bei uns ist das Auto neben der Wohnung der größte Kostentreiber - mit ca. 500 Euro pro Monat muss man rechnen (Steuer, Versicherung, Wertverlust, Benzin, Wartung, ...).

Mehr Bewegung im Alltag - Fitnessstudio ade.

Mehr Achtsamkeit - Wahrnehmung der Natur durch weniger Geschwindigkeit.

Durch den Wegfall des Autos hast Du mehr Budget für eine Wohnung in der Stadt.

Weniger Luftverschmutzung und verringerte Lärmbelästigung.

Mehr Platz in den Städten.